Handlungsbedarf bei wertgeminderten Gesellschafterdarlehensforderungen

Seit Inkrafttreten des MoMiG werden Gesellschafterdarlehen so behandelt wie Darlehen eines Drittgläubigers. Folglich führt nach der Rechtsprechung des BFH der Ausfall der Darlehensforderung eines GmbH-Gesellschafters nicht mehr zu nachträglichen Anschaffungskosten i. S. von § 17 EStG. Flankierend ist jedoch zu berücksichtigen, dass der Ausfall einer privaten Kapitalforderung zu einem Verlust i. S. von § 20 EStG führt. Letzteres ist für den Steuerpflichtigen regelmäßig von Vorteil, da der Darlehensverlust so zeitlich bereits vor Veräußerung des §-17-EStG-Anteils und außerhalb des Teileinkünfteverfahrens berücksichtigt werden kann. Nach dem Entwurf der Bundesregierung zum JStG 2019 soll diese Entwicklung der Rechtsprechung jedoch wieder kassiert werden. Daher sollte bei wertgeminderten (Gesellschafter-)Darlehensforderungen noch bis Jahresende der Verlust realisiert werden.

Lesen Sie den ganzen Artikel in WPg 21.2019, S. 1176