UPDATE - Verlängerung der Überbrückungshilfe


Die Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, welche zunächst von Juni bis August (1. Phase) galt, wurde nun um die Monate September bis Dezember 2020 (2. Phase) verlängert.

Ziel der Überbrückungshilfe ist es, unmittelbar oder mittelbar von den Folgen der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen Liquiditätshilfen zur Verfügung zu stellen, um zu deren Existenzsicherung beizutragen. Die Überbrückungshilfe wird als nicht rückzahlbare Liquiditätshilfe gewährt.

Antragsberechtigt für die zweite Phase sind Unternehmen, bei denen die Umsatzerlöse im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den Vorjahresmonaten in zwei zusammenhängenden Monaten um mindestens 50 % eingebrochen sind, oder die im selben Zeitraum insgesamt einen durchschnittlichen Umsatzeinbruch von mindestens 30 % pro Monat verzeichnen mussten. Als Unternehmen gilt jede rechtlich selbständige Einheit unabhängig von ihrer Rechtsform, die wirtschaftlich am Markt tätig ist und zumindest einen Beschäftigten hat. Betriebsstätten oder Zweigniederlassungen desselben Unternehmens gelten nicht als rechtlich selbständige Einheit. Grundsätzlich darf es sich nicht um Unternehmen handeln, die zum 31.12.2019 nach der EU-Definition in Schwierigkeiten gewesen sind. Ausnahmen bestehen bei kleinen und Kleinstunternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten und einem Jahresumsatz und/oder einer Jahresbilanzsumme von weniger als EUR 10 Mio.

Die Förderung beträgt je nach Höhe der betrieblichen Fixkosten für die vier Monate maximal EUR 200.000. Die KMU-Deckelungsbeträge von EUR 9.000 bzw. EUR 15.000 werden für die zweite Phase ersatzlos gestrichen. Die tatsächliche Förderhöhe ermittelt sich prozentual auf Basis der Fixkosten gestaffelt nach der Höhe der Umsatzeinbußen: Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % (im Fördermonat ggü. Vorjahresmonat) werden 90 % der förderfähigen Fixkosten erstattet. Im Falle eines Umsatzrückgangs zwischen 50 % und 70 % werden 60 % der förderfähigen Fixkosten erstattet. Schließlich erfolgt bei einem Umsatzrückgang zwischen 30 % und unter 50 % eine Erstattung von 40 % der förderfähigen Fixkosten.



Da Personalkosten nun grundsätzlich mit einer Pauschale von 20 % (bislang 10 %) aller Fixkosten berücksichtigt werden, profitieren personenkostenintensivere Unternehmen nun mehr von der Überbrückungshilfe im Vergleich zur ersten Förderphase. Zwar erfahren vor allem Dienstleistungsunternehmen immer noch nur eine geringe Entlastung durch die Überbrückungshilfe, trotzdem kann sich auch hier die Mühe des Antrags lohnen.

Bei der Antragstellung ist auf die exakte Zuordnung von Umsätzen und Aufwendungen zu achten. Dies ist vor allem deshalb von Bedeutung, da für die zweite Phase nur die von September bis Dezember 2020 tatsächlich gezahlten Fixkosten berücksichtigt werden. Dagegen können Kosten, welche außerhalb dieser Monate für das ganze Jahr gezahlt werden (bspw. Versicherungen, die jährlich im Januar anfallen) nicht bei der Überbrückungshilfe eingerechnet werden.

Da bei der Antragsstellung mit geschätzten Werten gearbeitet wird, ist ein Teil der Überbrückungshilfe zurückzuzahlen, falls die tatsächlichen Kosten geringer ausfallen. Fallen die tatsächlichen Kosten im Vergleich zu den geschätzten Werten dagegen tatsächlich höher aus, führt dies - anders als in der 1. Phase – jetzt zu einer Erhöhung des Zuschusses.

Anträge für die zweite Phase der Überbrückungshilfe können voraussichtlich ab der zweiten Oktoberhälfte gestellt werden.

Informieren Sie sich über die Fördervoraussetzungen unter: www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de sowie unter www.bundesfinanzministerium.de.

Sprechen Sie uns gerne an, wie wir Sie unterstützen können.

Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen

Am 29.06.2020 haben der Bundestag und der Bundesrat das Zweite Gesetz zur Umsetzung steuerlicher Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise verabschiedet, das auf dem Kabinettsentwurf vom 03.06.2020 basiert. Ein wichtiger Bestandteil des Gesetzes ist die darin enthaltene Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen.

Ziel der Überbrückungshilfe ist es, unmittelbar oder mittelbar von den Folgen der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmen für die Monate Juni bis August 2020 Liquiditätshilfen zur Verfügung zu stellen, um zu deren Existenzsicherung beizutragen. Die Überbrückungshilfe wird als nicht rückzahlbare Liquiditätshilfe gewährt.

Antragsberechtigt sind Unternehmen, bei denen die Umsatzerlöse im April und Mai 2020 gegenüber den Vorjahresmonaten um mindestens 60 % eingebrochen sind. Dabei darf es sich aber nicht um Unternehmen handeln, die zum 31.12.2019 nach der EU-Definition in Schwierigkeiten gewesen sind.

Förderfähig sind im Förderzeitraum Juni bis August 2020 anfallende Fixkosten.

Die Förderung beträgt maximal EUR 150.000 für drei Monate. Für Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten beträgt die maximale Förderung EUR 9.000, für Unternehmen mit bis zu zehn Beschäftigten EUR 15.000 (jeweils für drei Monate). Die tatsächliche Förderhöhe ermittelt sich prozentual auf Basis der Fixkosten gestaffelt nach der Höhe der Umsatzeinbußen.

Nachzuweisen sind sowohl der Umsatzeinbruch als auch die Fixkosten. Dies erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. In der ersten Stufe sind im Rahmen der Antragstellung die Antragsvoraussetzungen und die Höhe der erstattungsfähigen Fixkosten mit Hilfe eines Wirtschaftsprüfers oder Steuerberaters glaubhaft zu machen. In der zweiten Stufe sind nachträglich mit Hilfe eines Wirtschaftsprüfers oder Steuerberaters die entsprechenden Nachweise zu erbringen und zu belegen.

Die Antragsfristen enden am 31.08.2020 und die Auszahlungsfristen am 30.11.2020.

Einzelheiten ergeben sich aus dem Eckpunktepapier des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Sprechen Sie uns gerne an, wie wir Sie unterstützen können.